Aktuelles

Corona – Überbrückungshilfe geht (abermals) in Verlängerung:


Ganz aktuell möchten wir Sie darauf hinweisen, dass Anträge für die erste Phase der Überbrückungshilfe (Fördermonate Juni bis August 2020) nun bis spätestens zum 9. Oktober 2020 gestellt werden müssen. Die Verlängerung der Antragsfrist bis zum 9. Oktober trägt der Tatsache Rechnung, dass die Antragszahlen in den letzten Tagen sehr stark angestiegen sind und die technischen Systeme zum Teil stark beansprucht werden. Damit ein Antragsstau zum Fristende vermieden wird und jeder die Möglichkeit hat, seinen Antrag fristgerecht einzureichen, wurde der 9. Oktober als neuer Schlusstermin festgesetzt.   



Steuerliche Vorteile für das Home-Office vorgeschlagen

 

Hessens und Bayerns Finanzminister möchten steuerliche Vorteile für die Arbeit im Home-Office ausweiten und vereinfachen. Eine entsprechende Initiative soll in Kürze in den Finanzausschuss des Bundesrates eingebracht werden.

Der Vorschlag lautet: Wer im Home-Office arbeitet, soll für jeden vollen Tag einen Pauschalbetrag von 5 Euro, maximal 600 Euro im Jahr als Werbungskosten abziehen können. Um die Pauschale zu erhalten, muss nach den Plänen der Finanzminister der Arbeitsplatz in der Wohnung keine besonderen Voraussetzungen erfüllen. Ob am Küchentisch, in einer Arbeitsecke oder in einem getrennten Raum gearbeitet wird, macht dafür keinen Unterschied. 



Überbrückungshilfe 2.0 Update

Die Überbrückungshilfe wird in den Monaten September bis Dezember fortgesetzt. Dabei werden die Zugangsbedingungen abgesenkt und die Förderung ausgeweitet.

 

· Zur Antragstellung berechtigt sind künftig Antragsteller, die entweder einen Umsatzeinbruch von mindestens 50 % in zwei zusammenhängenden Monaten im Zeitraum April bis August 2020 gegenüber den jeweiligen Vorjahresmonaten oder einen Umsatzeinbruch von mindestens 30 % im Durchschnitt in den Monaten April bis August 2020 gegenüber dem Vorjahreszeitraum verzeichnet haben.

 

· Erhöhung der Fördersätze: Künftig werden 90 % der Fixkosten bei mehr als 70 % Umsatzeinbruch (bisher 80 %) erstattet, 60 % der Fixkosten bei einem Umsatzeinbruch zwischen 50 % und 70 % (bisher 50 %) und 40 % der Fixkosten bei einem Umsatzeinbruch von mehr als 30 % (bisher bei mehr als 40 % Umsatzeinbruch).

 

· Die Personalkostenpauschale wird von 10 % der förderfähigen Kosten auf 20 % erhöht.

 

· Bei der Schlussabrechnung sollen künftig Nachzahlungen ebenso möglich sein wie Rückforderungen.

  


Überbrückungshilfe 2.0 

Um gefährdeten Unternehmen im Zeitraum von Juni bis August 2020 zu helfen, wurde eine Überbrückungshilfe eingeführt. Mittlerweile wurde eine 2. Phase der Überbrückungshilfe beschlossen, die die Fördermonate September bis Dezember 2020 umfasst.


Mit der Überbrückungshilfe soll kleinen und mittelständischen Unternehmen, die unmittelbar oder mittelbar durch Corona-bedingte Auflagen oder Schließungen betroffen sind, für die Monate Juni bis August 2020 (Phase 1) eine Liquiditätshilfe gewährt werden.


Das Ende der Antragsfrist für die Überbrückungshilfe der Phase 1 wurde zunächst auf den 31.8.2020 gelegt; diese Frist wurde aber zwischenzeitlich bis zum 30.9.2020 verlängert. Die Auszahlungsfrist für Phase 1 endet am 30.11.2020. 


Die 2. Phase der Überbrückungshilfe umfasst die Fördermonate September bis Dezember 2020. Anträge für die 2. Phase können voraussichtlich ab Oktober gestellt werden. 



Verbesserungen beim Abrechnungsverfahren der Corona-Soforthilfe:

· Personalkosten sind von den Einnahmen absetzbar: Der Bund sah die Personalkosten mit dem Kurzarbeitergeld ausreichend abgedeckt. Durch die Lockerungen konnten viele Betriebe aber im Mai und Juni wieder öffnen. Dadurch ergaben sich in der Abrechnung Liquiditätsüberschüsse, da zwar Umsätze erzielt wurden, Personalkosten aber nicht berücksichtigt werden konnten. Künftig werden daher die Einnahmen um solche Personalkosten bereinigt, die zur Erzielung dieser Einnahmen notwendig waren und die nicht durch andere Maßnahmen (etwa das Kurzarbeitergeld) gedeckt wurden.

· Gestundete Zahlungen, wie beispielsweise Miet-, Pacht- oder Leasingraten, die innerhalb des Förderzeitraums angefallen wären, können nun ebenfalls angerechnet werden. Damit werden Unternehmen nicht benachteiligt, die sich in eigener Initiative um Zahlungsstundungen bemüht haben.

· Mehr Flexibilität beim Zuflussprinzip: Bisher wurden alle tatsächlichen Zahlungseingänge im Förderzeitraum berücksichtigt, auch wenn ihnen eine Leistung vorausging, die vor der Corona-Zeit erbracht wurde. Dadurch wurden viele Unternehmen, z.B. im Handwerk oder Messebau, die auf Rechnung und mit Zahlungszielen arbeiten, benachteiligt. Die Unternehmen erhalten nun die Option, bei Einnahmen innerhalb des Förderzeitraums auf den Zeitpunkt der Leistungserbringung abzustellen.

· Hohe einmalige Zahlungseingänge im Förderzeitraum, die sich auf ein ganzes, zurückliegendes Jahr beziehen, können nun anteilig angesetzt werden. Das betrifft etwa GEMA-Zahlungen für Künstlerinnen und Künstler oder Zahlungen der VG-Wort für Journalistinnen und Journalisten.


Das Rückmeldeverfahren soll noch vor den Herbstferien wieder aufgenommen. Die Rückmelde-Frist ist einheitlich auf den 30. November 2020 verlängert. Eventuelle Rückzahlungen auf das in der E-Mail angegebene Konto der zuständigen Bezirksregierung müssen bis zum 31. März 2021 erfolgen.



Antragsfrist für die Überbrückungshilfe bis zum 30.09.2020 verlängert

Das zuständige Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) teilte mit, dass die Frist zur Beantragung der Überbrückungshilfe für kleine und mittlere Unternehmen, die durch die Corona-Krise Umsatzeinbrüche zu verzeichnen haben, bis zum 30.09.2020 verlängert wird. Die Praxis habe gezeigt, dass die Antragstellung durch den Steuerberater oder Wirtschaftsprüfer eine erhebliche Bearbeitungszeit erfordere. Verstärkt worden sei dieser Effekt auch angesichts technischer Schwierigkeiten und Verzögerungen bei der Registrierung für das Online-Verfahren. Diese und weitere technische Aspekte dürfen jedoch nicht zu Lasten der antragstellenden Unternehmen gehen.

 

Das BMWi hat angekündigt, die Verlängerung der Antragsfrist für die Überbrückungshilfe bis zum 30.09.2020 nunmehr durch eine zügige Änderung der Verwaltungsvereinbarungen und der Vollzugshinweise mit den Bundesländern in die Praxis umzusetzen. 



Rückmeldung des Liquiditätsengpasses für den Soforthilfeantrag ausgesetzt

Nach massiven Protesten aus der Wirtschaft und der Steuerberater-Kammern wurden letzte Woche die Nachprüfungen zur Corona-Soforthilfe in NRW angehalten. Einige Abrechnungsverfahren zu Rückzahlungsverpflichtungen hätten sich als problematisch erwiesen, teilte dazu NRW-Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart mit. Neben einer Vielzahl an Auslegungsfragen besteht Unverständnis über die Methode und das Ergebnis der Abrechnung.

 

Besonders in der Kritik bei der Ermittlung des Liquiditätsengpasses stehen u. a. die Nichtberücksichtigung der Personalkosten oder weiterer relevanter aufwandswirksamer Zahlungen, die in vielen Unternehmen entscheidende Ursache ihrer Liquiditätsbeeinträchtigung waren. Nach Auskunft des Ministeriums sollen diese Punkte nun Gegenstand von Gesprächen mit dem Bund sein, um entsprechende Verbesserungen zu erreichen.

 

Angesichts der Entwicklung wird nun angeraten, die bis jetzt angeforderten Abrechnungen der Soforthilfe zunächst nicht zu beantworten (bisheriger Fristablauf am 30.09.2020) und die weitere Entwicklung abzuwarten. 



Umsatzsteuer aktuell:

Die Änderung bei den Umsatzsteuersätzen durch das Konjunkturpaket 2020 ist in mehrfacher Hinsicht einmalig: Zum ersten Mal seit Einführung des heute gültigen Umsatzsteuersystems kommt es zu einer Absenkung des Umsatzsteuersatzes. Einmalig ist auch, dass eine flächendeckende Änderung des Steuersatzes bei der Umsatzsteuer nur für eine kurze Zeit Anwendung finden soll. Einen interessanten Artikel hierzu hat die Deutsche Handwerks Zeitung veröffentlicht - siehe nachfolgender Link:

https://www.deutsche-handwerks-zeitung.de/mehrwertsteuersenkung-was-unternehmer-jetzt-wissen-sollten/150/32554/402917



Erste Infos zum beschlossenen Konjunkturpaket unter nachfolgendem Link:

https://www.trialog-magazin.de/2020/06/05/konjunkturpaket-wichtigste-regelungen-fu%CC%88r-unternehmen/?stat_Mparam=ext_sm_fb_trialog&fbclid=IwAR3wQQ_yPbo4PiCH2Ix3n1ordylr-vgs8QVxb82EBP7q6LTvUz4AF-t47h4&pk_campaign=ext_sm_fb_trialog&pk_kwd=



Corona-Soforthilfe:
Wann droht eine Rückzahlung? Kann die Soforthilfe für die private Lebensführung verwendet werden?
Einen interessanten Artikel hierzu hat die Deutsche Handwerks Zeitung veröffentlicht - siehe nachfolgender Link:

https://www.deutsche-handwerks-zeitung.de/corona-soforthilfe-wann-eine-rueckzahlung-droht/150/32542/402173



Gastronomie: Einheitlicher Steuersatz von 7%

Der Koalitionsbeschluss von letzter Woche sieht u.a. vor, dass die Mehrwertsteuer für Speisen in der Gastronomie ab dem 1. Juli 2020 befristet bis zum 30. Juni 2021 auf den ermäßigten Steuersatz von sieben Prozent gesenkt wird. Bisher gilt für Speisen, die in einem Restaurant, einem Café oder einer Bar verzehrt werden, ein Mehrwertsteuersatz von 19 Prozent. Vorsicht jedoch bei Getränken: für diese soll weiterhin der volle Steuersatz von 19 Prozent gelten. Die entsprechende gesetzliche Regelung wird jetzt auf den Weg gebracht. 



Beschäftigte in Corona-bedingter Kurzarbeit, deren Arbeitszeit um mindestens 50 Prozent reduziert ist, erhalten künftig mehr Geld, wenn die Kurzarbeit eine bestimmte Dauer überschreitet: Ab dem 4. Monat des Kurzarbeitergeldbezugs steigt das Kurzarbeitergeld (KuG) auf 70 Prozent des entgangenen Nettoentgelts (77 Prozent für Haushalte mit Kindern); ab dem 7. Monat des KuG-Bezuges steigt das Kurzarbeitergeld auf 80 Prozent des entgangenen Nettoentgelts (87 Prozent für Haushalte mit Kindern). Diese Regelung gilt längstens bis zum 31. Dezember 2020.



Arbeitgeber können ihren Beschäftigten nun Beihilfen und Unterstützungen bis zu einem Betrag von 1.500 Euro steuerfrei auszahlen oder als Sachleistungen gewähren. Erfasst werden Sonderleistungen, die die Beschäftigten zwischen dem 1. März 2020 und dem 31. Dezember 2020 erhalten. Voraussetzung ist, dass die Beihilfen und Unterstützungen zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn geleistet werden. Andere Steuerbefreiungen und Bewertungserleichterungen bleiben hiervon unberührt. Die Beihilfen und Unterstützungen bleiben auch in der Sozialversicherung beitragsfrei. Mit der Steuer- und Beitragsfreiheit der Sonderzahlungen wird die besondere und unverzichtbare Leistung der Beschäftigten in der Corona-Krise anerkannt. 



Sämtliche Informationen und FAQ zum NRW-Zuschussprogramm erhalten Sie unter folgendem Link: 

https://www.wirtschaft.nrw/nrw-soforthilfe-2020



Informationen zum NRW-Zuschussprogramm unter folgendem Link: 

https://www.wirtschaft.nrw/coronavirus-informationen-ansprechpartner



Aktuelle Informationen aus NRW zur Corona-Krise: Unternehmer können sich die USt-Sondervorauszahlung erstatten lassen!

https://www.land.nrw/sites/default/files/asset/document/20200319_massnahmenpaket_corona_final_mwide.pdf?fbclid=IwAR0zTSp2oI6xf-t_7JGvGbIx5AbhhklB-250QfqtXmfii1rU8qvR2RzTL2o



Aktuelle Informationen zum Kurzarbeitergeld und zu Darlehen zur Liquiditätssicherung gibt es auf den Seiten des Landeswirtschaftsministeriums NRW:

https://www.wirtschaft.nrw/coronavirus-informationen-ansprechpartner?fbclid=IwAR31CyHsbdUePd-QsJrf2oa6RVfTvnvCNgHOkq68JkFpudfagpjH8EdVymc

 
 
 
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